St. Veiter Feuerwehrbezirk übte

16.06.2018
Wimitz & Wietersdorf

Am vergangenen Wochenende (Freitag, 15. und Samstag, 16. Juni 2018) stellten sich annähernd alle 47 Feuerwehren des Bezirkes St. Veit an der Glan einer großangelegten Übungsherausforderung.

Busunglück in der Wimitz

Ein Bus kam am Freitagabend in der Wimitz von der Fahrbahn ab, überschlägt sich und kommt im angrenzenden Graben zum Stillstand. Unzählige Kinder einer Jugendgruppe werden zum Teil schwer verletzt. Die gegen 20.30 Uhr alarmierten Feuerwehren werden durch umgestürzte Bäume an der Anfahrt zum Hilfseinsatz behindert. Über den Wimitz Bach wurde eine behelfsmäßige Leiterbrücke gebaut, um zum Unfallort vordringen zu können. Die Rettungshundebrigade nahm die Suche nach einigen geschockt umherirrenden Kindern auf. Die Bergrettung sicherte die Feuerwehrkräfte im steilen und unwegsamen Gelände. Das Rote Kreuz übernahm die Erstversorgung der Verletzten. Die Fahrzeugbergung führte das Abschleppunternehmen Kraßnitzer durch, welches den Bus zur Übung dankenswerterweise auch zur Verfügung stellte.

Der eingeschränkten Funk- und Handyempfang erschwerte dem Einsatzstab die Koordination der rund 220 Hilfskräfte. Bei der Schlussbesprechung gegen 1 Uhr Früh konnte Bezirksfeuerwehrkommandant Friedrich Monai der anwesenden Bezirkshauptfrau Claudia Egger-Grillitsch einen erfolgreich absolvierten Übungsverlauf präsentieren.

Großbrand in Wietersdorf

Einige Stunden später, um 9.30 Uhr heulten die Sirenen abermals auf. Diesmal galt es einen Großbrand im w&p Zementwerk in Wietersdorf zu bekämpfen. Während der Wasserbezug aus der Görtschitz hergestellt wurde und sich die Atemschutztrupps im 95 Meter hohen Wärmetauscherturm gegen die Flammen vorkämpften, rettete die Bergrettung Althofen-Hemmaland Personen aus einem Krankorb in schwindelerregender Höhe. Um ein Übergreifen des simulierten Brandes zu verhindern, musste das Plastikmülllager mit Schaum geflutet und mit Wasserwänden die angrenzenden Gebäude geschützt werden.

Rund 250 Einsatzkräfte trainierten am Werksgelände in Wietersdorf in ihrer Freizeit unter der Führung von Bezirksfeuerwehrkommandant Monai. Die Bürgermeister der Görtschitztalgemeinden waren von der gezeigten Leistung ebenso beeindruckt wie die Verantwortlichen der w&p-Unternehmensgruppe. Der Werksbetriebsleiter Florian Salzer bekräftigte, dass man für den Ernstfall, der hoffentlich nie eintritt, laufend vorsorgt.

24-Stunden-Dienst der BAWZ

Trainiert hat aber auch das Team der Bezirksalarm- und warnzentrale in St. Veit/Glan. 24 Stunden lang wurden alle Übungs- und Einsatztätigkeiten im Bezirk unter der Leitung von Bezirksfunkmeister Gerd Gradischnig bearbeitet.

Resümee

Beim Schlussresümee zog Bezirksfeuerwehrkommandant Friedrich Monai eine mehr als positive Bilanz über seine erste Großübung. „Jederzeit können die angenommenen Szenarien Realität werden. Durch solche Übungen sind wir für den Ernstfall mehr als vorbereitet. Die letzten zwei Tage waren für uns alle eine große Herausforderung. Wir haben diese bestens gemeistert.“ Er bedankte sich auch bei allen Einsatz- und Rettungsorganisationen für die gute Zusammenarbeit und den freiwilligen Dienst zum Schutz der Gesellschaft.

 

Bericht: Wilhelm Mitterdorfer, ÖA BFK08, 18.06.2018
Bilder: Claudia Sablatschar (FF Wieting), David Reich (FF Althofen), Wilhelm Mitterdorfer (BFK08)
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