Fünf Ausbildungstage, zahlreiche praktische Stationen und am Ende ein gemeinsames Ziel: bestens vorbereitet in den aktiven Feuerwehrdienst zu starten. An den Wochenenden vom 28. bis 30. August sowie vom 5. bis 6. September 2026 absolvierten 15 Feuerwehrfrauen und 46 Feuerwehrmänner aus dem Bezirk St. Veit an der Glan ihre Grundausbildung.
Für die insgesamt 61 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bedeuteten diese beiden Wochenenden vor allem eines: viel Praxis. Schritt für Schritt wurden jene Kenntnisse vermittelt und gefestigt, die später im Einsatz sitzen müssen.
Lernen, üben, gemeinsam arbeiten
Wie funktioniert die Zusammenarbeit innerhalb einer Löschgruppe? Worauf kommt es beim Absichern einer Einsatzstelle an? Wie wird richtig gefunkt und welche Gefahren können von gefährlichen Stoffen oder elektrischen Geräten ausgehen?
Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich die angehenden Feuerwehrkräfte während ihrer Ausbildung. Nach den jeweiligen theoretischen Grundlagen folgte möglichst rasch die praktische Umsetzung. So wurde unter anderem mit der Lösch- und Tanklöschgruppe gearbeitet, die Handhabung verschiedener Geräte trainiert und das Vorgehen bei technischen Hilfeleistungen geübt.
Auch Funkwesen, Brandlehre, Unfallverhütung und Erste Löschhilfe gehörten zum Programm. Der richtige Einsatz von Feuerlöschern wurde ebenso praktisch vermittelt wie das sichere Arbeiten an unterschiedlichen Einsatzstellen. Mit dem Thema Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen (SVE) wurde zudem ein Bereich behandelt, der über die rein technischen Anforderungen des Feuerwehrdienstes hinausgeht.
Formalexerzieren, Flaggenparade und organisatorische Grundlagen rundeten die Ausbildung ab.
Wenn aus einzelnen Ausbildungsinhalten ein Einsatz wird
Was zuvor an den einzelnen Stationen erlernt und immer wieder geübt wurde, musste bei der Abschlussübung schließlich zusammenspielen. In einem Gewerbebetrieb in Althofen erwartete die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein realitätsnahes Brandszenario.
Hier waren nicht mehr einzelne Handgriffe gefragt, sondern das gemeinsame und koordinierte Vorgehen als Mannschaft. Damit bildete die Übung einen passenden Abschluss der praktischen Ausbildung und zeigte gleichzeitig, wie wichtig das Zusammenspiel der unterschiedlichen Ausbildungsbereiche im tatsächlichen Einsatz ist.
Nach der Praxis folgte noch der schriftliche Nachweis des erworbenen Wissens – mit einem erfreulichen Ergebnis: Alle 61 Teilnehmerinnen und Teilnehmer schlossen die Grundausbildung erfolgreich ab.
61-mal „Bestanden“
Im Kulturhaus Althofen konnten schließlich die wohlverdienten Zeugnisse überreicht werden. Bürgermeister Dr. Walter Zemrosser, Landesfeuerwehrkommandant-Stellvertreter und Bezirksfeuerwehrkommandant Friedrich Monai sowie Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Karl Rainergratulierten zum erfolgreichen Abschluss und überreichten gemeinsam die Zeugnisse.
Für die Absolventinnen und Absolventen ist damit ein wichtiger Ausbildungsabschnitt geschafft. Das erworbene Wissen bildet die Grundlage, auf der sie bei ihren Feuerwehren nun weiter aufbauen können.
Eine Ausbildung, die viele helfende Hände braucht
Hinter fünf Ausbildungstagen steckt auch abseits des Stundenplans viel Arbeit. Ein besonderer Dank gilt daher dem gesamten Ausbilderteam für die Vorbereitung, Begleitung und Durchführung der Grundausbildung.
Unterstützung kam auch von zahlreichen Partnern: Die Stadtgemeinde Althofen unter Bürgermeister Dr. Walter Zemrosser stellte das Kulturhaus zur Verfügung. Flex Austria und Holzbau Salbrechter GmbHermöglichten praktische Übungen auf ihren Betriebsgeländen.
Für das leibliche Wohl sorgten das Kantinenteam der FF Althofen unter der Leitung von David Reich sowie das Humanomed Zentrum Althofen.
Ihnen allen gilt ein herzliches Dankeschön – denn eine erfolgreiche Grundausbildung lebt nicht nur von einem guten Ausbildungsplan, sondern vor allem von den Menschen und Betrieben, die sie Jahr für Jahr ermöglichen.